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Augen auf im Neubau:
Dichtheitsmängel selbst erkennen

Um im neuen Eigenheim geringen Energiebedarf und ein behagliches Wohnklima zu erreichen, kommt es nicht zuletzt auf eine möglichst dichte Gebäudehülle an. Meist wird diese bei der Bauabnahme durch einen sogenannten BlowerDoor-Test überprüft. Manche Mängel lassen sich dann allerdings kaum noch beseitigen. Dabei hätten der Bauherr oder die Baufrau einige davon zu einem frühen Zeitpunkt sogar mit bloßem Auge erkennen können – vorausgesetzt sie wissen, worauf zu achten ist.

Angehenden Hausbesitzern raten die Experten vom Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e. V.) dazu, sich am Ende der Rohbauphase den Innenputz systematisch anzusehen. Sind zum Beispiel die Außenwände nicht bis dicht an die Bodenplatte verputzt, drohen unangenehme Kaltluftseen im Fußbereich. Zwischen Estrich und Putz darf nirgendwo eine Lücke bleiben. Eine andere Schwachstelle bilden die Fensterlaibungen. Sie müssen selbst dort glatt verputzt sein, wo später die Fensterbänke aufliegen sollen. Ansonsten kann vor allem durch offenliegende Hochlochziegel der kalte Wind fast ungehindert hereinpfeifen.

Auch die Installationen verdienen Aufmerksamkeit. Sind Ecken, in denen Rohre verlaufen, auch hinter den Rohren verputzt? Wie sieht es mit den Wandbereichen im Bad aus, für die Vorwandinstallationen geplant sind? Und sind auch alle Steckdosen komplett eingegipst oder wurden luftdichte Dosen verwendet? All diese Punkte lassen sich ohne spezielle Fachkenntnisse beurteilen. Die Handwerker können die frühzeitig entdeckten Unachtsamkeiten sofort beheben.

Allen, die ganz sicher gehen wollen, empfiehlt der FLiB jedoch eine zusätzliche BlowerDoor-Messung vor Beginn des Innenausbaus.

Mit freundlicher Genehmigung von hallo Sonntag (veröffentlicht am 04.11.2007).

Undichtigkeit am Fenster

BlowerDoor-Messung eines Passivhauses

Leckage an einem Schornsteinanschluss