Messwertbasierte Heizungsanalyse zur Energieeinsparung
Der Energiemonitor
Von etwa 15 Millionen Gebäudeheizungsanlagen in Deutschland arbeiten mehr als 80 % nicht im technischen Optimum. Daraus resultieren insbesondere erhöhte Energiekosten für Mieter und Eigentümer, überhöhte Energieverbräuche und damit steigende CO2-Emissionen sowie in der Regel ein größerer Wartungs- oder Investitionsaufwand. Nutzungsgrade von weniger als 70 % auch bei relativ neuen Heizungsanlagen sowie mehrfache Überdimensionierung von Heizkesseln erfordern umgehendes Handeln.
Etwa 78% des Energieverbrauchs im Privathaushalt entfallen auf die Heizung. Neben einer zeitgemäßen Wärmedämmung sowie der Berücksichtigung der luftdichten Gebäudehülle können vor allem auch durch eine optimierte Einstellung und Proportionierung der Heizungsanlage beachtliche Einsparpotenziale erschlossen werden. Mit dem System Energiemonitor wird eine Analyse des Ist-Zustandes nach DIN EN 15378 durchgeführt.
Heizenergie wird verschwendet, wenn der Nutzungsgrad der Wärmeerzeugung zu niedrig ist, überhöhte Transportverluste vom Wärmeerzeuger zum Wärmeverbraucher bestehen oder Wärme erzeugt wird, für die – zeitlich und örtlich – kein Bedarf besteht. Die Ursache liegt in den Komponenten der Anlage, die entweder technisch überholt oder nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Diese Faktoren bestimmen das Betriebsverhalten von Gebäudeheizungsanlagen, das mit dem Energiemonitor analysiert und bewertet werden kann. Das Verfahren ähnelt dem Elektrokardiogramm und wird deshalb auch als Heizungs-EKG bezeichnet.
Wie funktioniert das System Energiemonitor?
Mit dem Energiemonitor – einem mobilen MessSet von Sensoren und Datenloggern – werden über einen Zeitraum von 24 Stunden energetisch relevante Messwerte einer Heizungsanlage im 12-Sekunden-Takt erfasst.
Ein Eingriff in die Heizungsanlage ist nicht erforderlich. Nach Abschluss der Messung werden die Daten mittels Rechenprogramm analysiert (Basisanalyse) und nach Wunsch von einem speziell geschulten Auswerter dokumentiert (Expertenanalyse).
Folgende Kennwerte werden beim Energiemonitoring erfasst:
- Raum- und Außentemperatur
- Raumfeuchte
- Vor- und Rücklauftemperatur des Kessels, der Heizung und des Warmwasser-Speichers
- O2-Wert und CO-Wert im Abgas
- Verbrennungslufttemperatur
- Abgastemperatur
Das Betriebsverhalten der Heizungsanlage wird graphisch und numerisch dargestellt. Anhand der Daten wird der Nutzungsgrad der Anlage ermittelt. Durch Auswertung der Messkurven – dies kann durch unser Fachpersonal erfolgen – werden die zu optimierenden Komponenten diagnostiziert (z. B. Heizungsregelung, -einstellung oder Hardware-Komponenten der Anlage) und entsprechende Maßnahmen zur Optimierung vorgeschlagen.
Das System Energiemonitor eignet sich für alle gängigen Heizungsanlagen und Gebäudetypen.
Aktuelle Informationen über Fachschulungen zur messwertbasierten Heizungsanalyse mit dem Energiemonitor senden wir bei Bedarf gern zu.
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KfW fördert Heizungsoptimierung!
Der Zuschuss für die Optimierung der Wärmeverteilung beträgt 25 % der Kosten >mehr<
In der Regel werden durch die Heizungsanalyse und -optimierung Einsparungen von bis zu 30 % erreicht. Die Amortisationsdauer liegt je nach Objekt und Aufwand bei ca. 2 Jahren.
Der Energiemonitor
wurde an ca. 1.500 Heizungsanlagen in mehreren europäischen Ländern getestet. Er wurde u. a. vom TÜV Immissionsschutz und Energiesysteme GmbH mit Sitz in Köln sowie vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung geprüft. 2006 erhielt er den Technology Award Mecklenburg-Vorpommern sowie den Innovationspreis in der Kategorie Dienstleistung des französischen Heizöl- und Heizungsverbandes.




